Von „Lernräumen“ und „Wissenswelten“ — die erste TRANSIT-Tagung in Zürich

Im Januar 2019 lud der neue Think Tank des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) zahlreiche ExpertInnen und die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, gemeinsam über die Zukunft der Weiterbildung nachzudenken und diese mitzugestalten. Wir von Happy Students waren natürlich dabei und berichten über wichtige Trends und Entwicklungen.

TRANSIT, der Think Tank für Erwachsenenbildung ist ein erst kürzlich ins Leben gerufenes Projekt des SVEB und wird durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation unterstützt. Wie dem offiziellen Manifesto entnommen werden kann, versteht sich TRANSIT als Plattform für den Dialog über aktuelle Trends und Entwicklungen im Bildungs- und Weiterbildungssektor. Zwar richten sich die Veranstaltungen des interdisziplinären Think Tanks primär an Fachleute und PraktikerInnen, stehen aber auch allen offen, die sich in irgendeiner Form mit den entsprechenden Themen auseinandersetzen möchten oder sogar müssen. Und so war die erste Tagung von TRANSIT, die am 16. Januar 2019 in Zürich erfolgreich abgehalten wurde, mit etwa 100 Personen äusserst gut besucht.

Ort der ersten TRANSIT-Tagung: das Impact Hub Zürich Kraftwerk.
Foto: Udo Sollberger (fotofabrik.ch)

Unter der Leitung von ExpertInnen des SVEB und der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) entwarfen die TeilnehmerInnen in kleinen Arbeitsgruppen verschiedene Szenarien über die Zukunft der Weiterbildung anhand dreier übergeordneter Workshop-Themen:

▪    Kreative Zugänge zu Wissen

▪    Lern- und Erfahrungsräume

▪    Multiple Wissensquellen

Die Ergebnisse der intensiven Diskussionen wurden in den jeweiligen Themengruppen vorgestellt und anschliessend im Plenum — auch visuell sehr ansprechend — kondensiert und reflektiert. Einige der dabei aufgeworfenen Fragen brachten nicht nur interessante Meinungen und Denkanstösse unter den Anwesenden hervor, sondern spiegelten auch grössere Trends und zentrale Entwicklungen in der Schweizerischen und internationalen Bildungslandschaft wider, über die mittlerweile weit über die eigenen (v.a. pädagogischen) Fachgrenzen hinaus debattiert wird:

  • Wie vermitteln wir die immer wichtigeren Soft Skills?
  • Wird uns Artificial Intelligence zum besseren Karriere- und Ausbildungsplan verhelfen?
  • Brauchen wir kollaborative Lehrgangsentwicklungen?
  • Führt uns die non-verbale Kommunikation zu neuen Wissenswelten?
  • Ermöglicht die Blockchain-Technologie neue Wege der Produktion von Lehrinhalten?

Diese und viele weitere Aspekte der aktuellen Bildungsdiskussionen konnten im begrenzten Rahmen eines Workshops natürlich nur angerissen werden und so darf man gespannt sein, welche davon dann im ersten Trendbericht von TRANSIT aufgegriffen und weiter ausgeführt werden. Letzterer ist für den Sommer 2019 angekündigt und soll, so liest man auf den Seiten der SVEB, die bei der Tagung gemeinschaftlich entwickelten Szenarien zur Grundlage haben.

Einer der vielen modernen „Lernräume“ im neuen Impact Hub Zürich Kraftwerk.
Foto: Johanna Muther (Kraftwerk).

Vom Themenstrang „Lern- und Erfahrungsräume“ waren wir von Happy Students natürlich besonders fasziniert, schliesslich stellen wir als Schweizer Anbieter eines flexiblen, modularen und leistungsfähigen Learning Management Systems (LMS) solche in digitaler Form bereit. Demnächst werden wir unsere Überlegungen hierzu in einem separaten Blogartikel veröffentlichen. Dass virtuelle Lernräume die persönliche Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden in tatsächlichen Räumen aber nicht gänzlich ersetzen, sondern nur ergänzen können und sollen, wurde uns selbst auf der TRANSIT-Tagung wieder einmal mehr als bewusst: Zusammen mit den anderen TeilnehmerInnen sassen wir in den tollen, modern eingerichteten Schiffscontainern des zum Innovationszentrum umgebauten Kraftwerks Selnau, dachten über die Zukunft der Bildung nach, kritzelten unsere Ideen mit Filzstiften auf die bereitgestellten Flip-charts und diskutierten diese eifrig gestikulierend mit einer Tasse Kaffee in der Hand.

Text: Roger Hubmann und Alexander Blechschmidt von Happy Students.

Fragmente von #Weiterbildung digital. Forschungsperspektiven – Veranstaltung in Zürich

Am 25.1.2018 veranstalteten SVEB, PHZH und PH FHNW eine sehr interessante Tagung, die das Spannungsfeld Digitalisierung in der Bildung beleuchtete. Ein ganzer Tag voll spannender Einblicke in Themen wie das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und menschlicher Arbeit, die digitalisierte Weiterbildung sowie die Erhebung von medienpädagogischen Kompetenzen. Ergänzt wurden die Vorträge durch Podiumsdiskussionen, Workshops und inspirierende Pausengespräche.

Hier einige aufgeschnappte Zitate, um die Inhalte an der «#Weiterbildung digital. Forschungsperspektiven» Revue passieren zu lassen:

„Wer zertifiziert mein Wissen in 20 Jahren?“ – Lernen findet zunehmend ausserhalb der Schule statt: im Betrieb oder über das soziale Umfeld. Mikrothemen werden erst erlernt, wenn der Bedarf da ist. Doch wer zertifiziert die Qualifikation der Wissenden, wenn sie ihre Kenntnisse aus so unterschiedlichsten Quellen beziehen?

«Lernen als vorbereitende Tätigkeit wird durch die Ubiquität des Wissens im Internet in Frage gestellt.»

«(Digitale) Lernräume müssen erfahrbar gemacht werden». Digitale Angebote zu unserer privaten Belustigung sind darauf ausgerichtet, ein Erlebnis in einem mentalen Raum zu schaffen. Kann sich das digitale Bildungswesen möglicherweise ein oder zwei Scheiben User Experience Design von der Kommunikationsindustrie abschneiden?

 

Workshop an der Tagung: ‚ICT im Berufsschulunterricht‘ von SGAB und EHB

Am 7. November veranstalteten die Schweizerische Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB) und das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) eine Tagung zu spannenden Themen:

  • der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Berufsschulunterricht
  • die damit verbundenen didaktischen Herausforderungen
  • welches sind die ICT-Kenntnisse, die die Berufswelt 4.0 erfordert?
  • wie bereitet die Berufsbildung diese vor?

Wir haben uns gefreut, den Workshop ‚Implementationsmodelle für die digitale Bildung‘ auszurichten und danken den Teilnehmer für den regen Austausch.

Die Veranstaltung fand in Zollikofen/BE statt. Hier geht’s zum Rückblick auf die Veranstaltung.

Bericht vom UX Camp in Zürich

Gestern Samstag sind wir ganz besonders früh aufgestanden, um eines der zentralen Themen von Happy Students am UXCamp Switzerland 2017 zu präsentieren: «Draft a UX framework for post-obligatory digital education that creates high learning value.»

Danke an die zahlreichen Teilnehmer in dieser Diskussionsrunde! Sollten Lehrpersonen auch UXler sein? Oder, abgeschwächt, sollen Dozenten sie sich als Moderator und ‘Facilitator’ für individuelle Learning Journeys verstehen? Die, je nachdem, digitale und, analoge Instrumente einsetzen? Oder ist der Lehrmittelverlag zuständig?

Hier der Fragenkatalog, der die lebhafte Diskussion angestossen hat:

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UX steht für User Experience, die Nutzererfahrung in der digitalen Welt. Happy Students glaubt ja, dass ein positives Nutzererlebnis den Lernerfolg fördert. Der Gastgeber ZHdK liefert diese Definition:

„Fokus des UXCamp ist User Experience Design. Erfahrene UX’er und Novizen referieren und diskutieren über Customer Experience, Design Sprints, Strategie, Informationsarchitektur, Interaction Design, Prototyping, Usability, Visuelle Gestaltung oder Frontend- und UI-Entwicklung. Ein Blick über den Tellerrand zu Themen wie Produktdesign, Programmierung oder Marketing in Bezug auf UX ist ebenfalls willkommen.“

Ein paar weitere Highlights:

Das Skelett im Bio-Zimmer ist mit Augmented Reality passé (Gruss an Hugo in der Bezirksschule Mutschellen):

Der ‘Katechismus’ der Dinge, die wir nicht tun können. Die liegende oder die aufsteigende Linie?

Catechism of things - Happy Students